Ein wenig früher da sein und entspannt in den Arbeitstag starten

Landschaftsillustration

Wer pünktlich auf die Minute kommt, startet oft schon im Rückstand. Der Weg war länger als gedacht, der Parkplatz voll oder der Aufzug besetzt, und schon beginnt der Tag mit Hektik. Ein wenig früher da zu sein ist kein Zeichen von Übereifer, sondern eine einfache Möglichkeit, den Tag ruhig zu beginnen. Es geht dabei nicht um eine Stunde, sondern um einen kleinen Puffer, der dir den Druck nimmt.

Der kleine Puffer am Morgen

Rechne deinen Weg großzügig. Plane die Anreise so, dass ein Stau, eine verspätete Straßenbahn oder ein verpasster Bus dich nicht sofort in Bedrängnis bringt. Wenn du genügend Zeit hast, kannst du die letzte Strecke in Ruhe gehen und musst nicht hetzen. Schon dieses Gefühl, nicht getrieben zu sein, verändert den Beginn des Tages und wirkt sich oft auf die Stimmung bis zum Mittag aus.

Nutze die frühe Zeit bewusst. Ziehe die Jacke aus, hole dir ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee und setze dich in Ruhe an deinen Platz. Sieh dir den Kalender für den Tag an und lege fest, womit du beginnst. Dieser stille Moment, bevor die ersten Anrufe kommen, gehört dir und ist besonders wertvoll, weil dich in dieser Zeit noch niemand braucht.

Wirf einen Blick auf offene Dinge vom Vortag. Was hast du gestern liegen gelassen, und was steht heute an? Wenn du das in wenigen Minuten sortierst, verlierst du später keine Zeit mit Suchen. Auch ein kurzes Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen ist in dieser Zeit gut möglich, ohne dass es auf Kosten der Arbeit geht und ohne dass du danach hinterherlaufen musst.

Wenn du morgens nicht früher aufstehen kannst oder willst, hilft es, schon am Vorabend vorzubereiten: Tasche packen, Kleidung herrichten, die Jause überlegen. Damit gewinnst du die Zeit, die du sonst am Morgen brauchst. Nach ein paar Tagen wirst du bemerken, dass der Arbeitstag ruhiger beginnt und du dich schneller auf die Aufgaben einstellst, weil der Kopf nicht schon mit Eile beschäftigt ist. Wer einmal erlebt hat, wie viel angenehmer ein Morgen ohne Zeitdruck ist, gibt diese kleine Gewohnheit ungern wieder auf.