Ein kurzes Arbeitstagebuch führen: Was getan und was beschlossen wurde

Landschaftsillustration

Am Ende einer Woche fragt man sich oft, was man eigentlich getan hat. Die Tage waren voll, aber genau erinnern kann man sich kaum. Ein kurzes Arbeitstagebuch schafft Abhilfe. Es ist keine Pflichtübung und keine Kontrolle, sondern eine kleine Gedächtnisstütze, die dir später Zeit und Nerven spart, wenn jemand nachfragt oder du selbst wissen willst, wie es dazu kam.

Wenige Zeilen am Tag

Nimm dir am Ende jedes Arbeitstages ein paar Minuten und schreibe drei bis vier Zeilen auf. Was wurde erledigt? Was wurde beschlossen, und von wem? Was ist offen und muss morgen weitergehen? Mehr braucht es nicht. Wichtig ist, dass du es jeden Tag machst, auch wenn nur wenig passiert ist, damit es zur Gewohnheit wird und nicht zu einer Aufgabe, die du ständig vor dir herschiebst.

Halte vor allem Entscheidungen und Absprachen fest. Sie sind das, was am schnellsten vergessen wird und später am häufigsten zu Missverständnissen führt. Schreibe das Datum dazu und, wenn es passt, wer beteiligt war. Wenn jemand später fragt, warum etwas so gemacht wurde, kannst du es nachlesen, statt dich auf dein Gedächtnis zu verlassen und zu hoffen, dass es stimmt.

Wähle eine Form, die zu dir passt. Ein Heft neben dem Bildschirm ist genauso gut wie eine Datei mit Datumsüberschriften. Wichtig ist, dass du es schnell öffnen und schnell wiederfinden kannst. Viele lesen ihre Notizen am Freitag noch einmal durch und sehen dann auf einen Blick, was die Woche gebracht hat und was in die nächste mitgenommen werden muss.

Nutze das Tagebuch auch für Kleinigkeiten, die du sonst vergessen würdest: eine Rückfrage, auf die du wartest, eine Idee für später oder die Erinnerung an ein Versprechen. Achte darauf, nur Dinge aufzuschreiben, die du auch wirklich brauchst, sonst wird es zur Last. Nach einigen Wochen wirst du merken, wie beruhigend es ist, wenn alles Wichtige an einem Ort steht und du es jederzeit nachschlagen kannst. Auch bei einem Wechsel der Aufgaben oder vor einer Abwesenheit hilft dir das Tagebuch, denn du kannst anderen genau zeigen, wo du stehst und was noch ansteht. Das gibt dir Sicherheit und kostet kaum Zeit.