Im Dezember treffen zwei Dinge zusammen, die beide Zeit und Kraft kosten: Auf der Arbeit soll vor dem Jahresende noch alles fertig werden, und zu Hause warten Geschenke, Besuche und Vorbereitungen. Wer beides erst kurz vorher anpackt, gerät leicht in Hektik. Mit etwas Vorlauf lässt sich der Monat aber so aufteilen, dass beides Platz hat und du nicht jeden Abend erschöpft auf dem Sofa landest.
Zuerst den Überblick verschaffen
Nimm dir gegen Ende des Herbstes eine ruhige Stunde und lege den Kalender des kommenden Monats vor dich. Trage zuerst alle festen Termine ein: Abgabetermine, Besprechungen, Feiern im Kollegenkreis, Familienbesuche und Veranstaltungen in der Schule der Kinder. Markiere dann die Tage, an denen ohnehin viel los ist. So siehst du auf einen Blick, wo es eng wird und wo noch Luft bleibt.
Lege die Aufgaben der Arbeit möglichst nach vorn. Was sich vor der letzten Woche des Jahres erledigen lässt, sollte dann auch erledigt werden, denn kurz vor den Feiertagen sind viele Kolleginnen und Kollegen schwer erreichbar. Frage früh nach den Rückmeldungen, die du noch brauchst, und setze dir selbst einen Termin, der vor dem eigentlichen liegt. So bleibt ein Puffer für alles, was unerwartet dazwischenkommt.
Verteile auch die Vorbereitungen zu Hause auf mehrere Wochen. Geschenke kannst du nach und nach besorgen, Karten schreibst du an einem ruhigen Abend, und das Backen oder der große Einkauf für die Feiertage bekommt ein eigenes Wochenende. Schreibe eine Liste und hake ab, was erledigt ist. Nichts davon muss perfekt sein, und manches darf ganz wegfallen, ohne dass jemand es vermisst. Frage dich bei jedem Punkt, ob er dir und den anderen wirklich etwas bedeutet oder ob er nur aus Gewohnheit auf der Liste steht.
Sprich mit den Menschen um dich herum. Sag im Team rechtzeitig, an welchen Tagen du nicht erreichbar bist, und frage in der Familie, wer welche Aufgabe übernehmen kann. Plane bewusst einen freien Abend ohne Verpflichtungen ein, an dem du gar nichts erledigen musst. Wenn du am Ende des Monats zurückblickst, wirst du merken, dass ein wenig Planung viel Druck herausgenommen hat und dass für die schönen Dinge genug Platz war.